Die Geschichte von Grindelwald Bus

1955 wurde mit dem Kauf eines Lastwagens die Firma Gebrüder Balmer, Transporte, Grindelwald, offiziell gegründet.

Im Januar 1959 stellten die Gebrüder Balmer, Transporte, ein Gesuch an die Generaldirektion der PTT zur Erlangung einer Konzession für einen fahrplanmässigen Autokurs auf der Strecke Grindelwald-Bahnhof-Itramen Habsucht für die Sommermonate. Am 7. April 1959 wurde eine provisorische Konzession für täglich vier Kurse mit einem VW-Bus während der Zeit vom 15. Juni - 30. September erteilt.

Seit 1966 wird der Itramen-Kurs ganzjährig gefahren und Bund und Kanton leisten eine Defizitdeckung.

1959 begann in Grindelwald der Meliorationsstrassenbau Grosse Scheidegg und Bussalp.

1960 wurde die seit 1947 duch Ad. Lauener, Taxi, betriebene Strecke Bahnhof-Oberer Glestscher als Sommerbetrieb übernommen.
Der Gedanke wurde immer stärker, dass man auf diesen Alpstrassen einen Autokurs eröffnen könnte, um damit den Gästen sowie den Einheimischen eine neue Dienstleistung zu offerieren.

Am 22. Februar 1962 reichten wir beim Eidg. Verkehrs- und Energiewirtschafts-Departement ein Gesuch ein um Verlängerund der Kurslinie vom Oberen Gletscher, auf der neuen Güterstrasse, bis Unteres Lauchbühl. Der teilweise sehr hart geführte Kampf um die Konzessionsverlängerung dauerte  zwei volle Jahre.

Im Sommer 1964 fuhren die Busse dann bis Unteres Lauchbühl. Dies aber erst nachdem man sich über die Abgaben zur Strasssenbenützung einigen konnte.  Von den normalen Billetten gingen 10% an die Gemeinde und 5% an Bergschaft. Ebenfalls wurden Spezialpreise für die Alpbewirtschafter ausgehandelt.

Nachdem 1966 die Strasse bis Grosse Scheidegg verlängert wurde, stellten wir am 23. November 1966 das Gesuch um Verlängerung des Autokurses bis auf die Passhöhe Grosse Scheidegg. Die Konzession wurde, nach dem Überwinden einiger Hürden, im April 1968 erteilt.Mit vier Kursen pro Tag und zwei 26-Plätzer-Wagen (alte Wagen von der PTT mit CRD Motor) konnte dann Anfangs Juni 1968 der fahrplanmässige Autokurs Grindelwald-Grosse Scheidegg eröffnet werden.

1969 wurde der Terrassenweg-Kurs als Sommer- und 1973 als Ganzjahresbetrieb eröffnet und im gleichen Jahr führte die Firma die ersten Milchtransporte durch.

1972 übernahmen wir die Konzession von Albert Bohren, Transporte, für den Sommerkurs Bahnhof-Gletscherschlucht.

1973 eröffneten wir den Bussalp-Kurs im Sommer und ab 1975 auch im Winter. Allgemein war die Meinung, ein Winterbetrieb nach Bussalp sei unmöglich. ja Utopie! Eine leisungsstarke Schneefräse musste beschafft werden, ebenfalls ein Meili-Pflugfahrzeug und Srassenabsteck-Material. Die Gemeine übertrug uns die volle Haftung über die Strasseneröffnung, was den Abschluss einer Spezial-Haftpflichtversicherung bedingte.Die Hälfte der Kosten für die Schneeräumung Bussalp mussten selber getragen werden, was damals pro Winter ca. CHF 17'000.-- ausmachte.

1975 konnte der Scheidegg-Kurs Richtung Schwarzwaldalp bis Gemeindegrenze verlängert werden. Bis zum Restaurant Schwarzwaldalp fehlten jedoch ca. 600 Meter. Ebenfalls im Jahr 1975 Gründung der Aktiengesellschaft Autoverkehr Grindelwald, Gebrüder Balmer AG.

Im Winter 1976/77 wurde der erste Skibus-Versuchsbetrieb auf der Strecke Kirche-Tuftbach gestartet. Ab Winter 1978/79 folgte die Linie Kirche-Gondelbahn Männlichen. Nach zahlreichen Verhandlungen mit dem Landbesitzer der Schwarzwaldalp konnte schliesslich eine Lösung gefunden werden und so entstand auf eigene Kosten das Verbindungsstück Gemeindegrenze-Schwarzwaldalp. Es wurden über 700 Kubik Koffermaterial von Hand verteilt und planiert.

1979 war es dann endlich so weit und der Autokurs Grindelwald-Grosse Scheidegg-Schwarzwaldalp konnte eröffnet werden.
Im Jahr 1980 erfolgte der Bau des Werkstattgebäudes in Grindelwald.

1984 offizielle Eröffnung des Skibusbetriebes Grindelwald.

1991 erfolgte der Verkauf des Betriebszweiges Baumaterialhandel, Heizoelhandel und Transporte an Hans Balmer. Neuer Firmenname ab diesem Zeitpunkt ist Autoverkehr Grindelwald AG.

1992 Bau der Einstellhalle für Milchsammelfahrzeuge an der Geissgasse in Interlaken. Die Einstellhallen in Grindelwald wurden 1995 erweitert und an die neue Betriebsgrösse angepasst.

1996 erfolgte die Betriebsaufnahme auf der Strecke Grindelwald - Waldspitz. Eine weitere wesentliche Verbesserung im Wandergebiet First - Bachalpsee - Bussalp.

1999 brachte mit der Aufnahme der Tätigkeit als Postautounternehmer in Meiringen eine weitere, wesentliche Betriebserweiterung. Bedient werden von hier aus die Pässe Grimsel, Nufenen, Gotthard und Susten, die touristischen Strecken nach Enstlenalp und ins Rosenlauital sowie der Regionalverkehr nach Gadmen und Guttannen.

2000 Bau des Bürogebäudes mit Einstellhallen in Grindelwald

2004 Kauf der Marke Oberland Tours der Auto AG Interlaken. Damit verbunden ist erstmals ein Firmenstandort in Interlaken. Die Erweiterung ermöglicht auch die Eröffnung des Bus Servicecenter in Interlaken.

2004 Uebernahme der Ortsbuslinie Meiringen. Bedient wird neu nebst Meiringen auch Geissholz und Unterbach.

2006 Eröffnung der Prüfstrasse für PKW und Busse im Bus Servicecenter Interlaken.

2007 Verkauf des Milchgeschäftes inklusiv der Halle an der Geissgasse an die Firma Rolli in Gasel.

2007 Uebernahme der Spätkurse auf der Bahnlinie Interlaken - Grindelwald im Rahmen des Randstundenkonzeptes BOB.
Im Jahr 2008 wird zwischen Grindelwald und Interlaken ein Moonliner - Nachtbus eingeführt.

2009 erfolgte in Meiringen der Umzug von der ehemaligen Postgarage in die neuen Räume im Areal an der Zeughausstrasse.

2009 Anerkennung als Weiterbildungsstätte CZV für Personen, die als Besitzer/innen eines Fähigkeitsausweises für den Personen- oder Gütertransport die Weiterbildungspflicht erfüllen müssen

2009 Einführung Neukonzept im Regionalverkehr Gadmen und Guttannen. Die Parallelkurse über den Kirchet entfallen.

2011 Der bisherige Skibusbetrieb wird in einen ganzjährigen Versuchsbetrieb "Ortsbus Grindelwald" überführt. Flogende Linien sind Bestandteil des Konzeptes.

Nr. 1 blau Männlichenbahn-Bahnhof-Klusi-Oberer Gletscher
Nr. 2 rot   Gletscherschlucht-Kirche-Bahnhof-(Stutz)-Terrassenweg-Bodmi-(Klusi)
Nr. 3 gelb Kirche-Bahnhof-Männlichenbahn-Wärgistal-Itramen Egg
Nr. 4 grün Stutz-Spillstatt-Bahnhof-Kirche-Bodmi (nur im Winter)

In Spitzenzeiten werden bis zu neun Fahrzeuge eingesetzt. Gerechnet wird mittelfristig mit jährlich bis zu einer Million Fahrgäste.

2013 Grindelwald Bus und Oberland Tours geben sich ein neues, frisches Erscheinungsbild. Zum Zeichen der lokalen Verankerung werden drei Busse mit Werbung von Interlaken und dem Haslital beschriftet. Ein Bus wird zusätzlich im Erscheinungsbild von Kuoni Group Travel Experts gestaltet.